Samstag, 28. September 2013

DIYPerlen: Wiesn-Schmuck

Egal, wohin man dieser Tage sieht, jedes Schaufenster schreit: "Oktoberfest!"

Auch die vielen Schmuck-und Accessoiresläden von high- bis low-end sind auf den Zug aufgesprungen und werfen Wiesn-Schmuck in allerlei Varianten auf den Markt. Teilweise sind richtige Schmuckstücke dabei, wunderbare Anhänger, tolle Ketten und hübsche Ohrringe, doch oft passen sie farblich irgendwie nicht richtig zum eigenen Wiesn-Outfit oder sie sind schlicht sehr sehr teuer. Warum den Wiesn-Schmuck nicht einfach selber machen, denn dann habt ihr auf jeden Fall ein Unikat und günstiger ist es in der Regel auch!

 

 

 

Brezen-Ohrringe 

 


2 Kettelstifte | 2 Fischerhaken | Perlen | Perlenkappen | 2 Anhänger, in diesem Fall: Brezen


oben: Flachzange | Mitte: Rundzange | unten: Seitenschneider

Perlen aufreihen, evtl. mit Perlkappen versehen

Kettelstift mit dem Seitenschneider kürzen

Öse mit der Rundzange biegen

Die Öse nicht sofort verschließen, sondern erst den Fischerhaken einhängen. Die untere, bereits vorher vorhandene Öse vom Kettelstift mit der Flachzange leicht öffnen, den Anhänger einhängen und mit der Zange wieder verschließen. Voilà!

Meine Dirndl sind rot-grün, daher diese Farbkombi. Ihr könnt sie einfach eurem Outfit gemäß kombinieren.

Da ich ja halb-Niederländerin, Halb-Bayerin bin, fand ich eine Kombination meiner beiden Seiten
in einem Ohrring auch ganz nett. Herausgekommen ist dabei das hier:

Klompen-Brezen-Ohrstecker



Halsketten und Kropfbänder

 

Ein paar zur Wiesn passende Anhänger
Ein paar Bänder, z.B. aus Samt,  aus Satin, Kordeln, bestickte Bänder usw.

 

Collierschlaufen

Kettenverschlüsse

Wer Kettenverschlüsse und Collierschlaufen nicht zur Hand hat, kann auch aus Draht (z.B. Reste von gekürzten Kettelstiften, kleine Metallringe) selber welche biegen. 

oben: Metallringe als Ersatz für Collierschlaufen | unten: Kettelstift als Ersatz für Kettenverschluss

Egal ob normaler Verschluss oder Ersatz-Verschluss, Verschlusskappen oder Draht immer gut mit der Flachzange festdrücken! Auch kurz daran ziehen, um zu prüfen, ob der Verschluss hält. Ein kleiner Karabinerhaken kann (wenn schon nicht beim Verschluss vorhanden) in den Drahtring eingehängt werden.

Verschlusskappen an den Bandenden befestigen

Und das ist dann bei mir daraus entstanden:

Borte als Kropfband mit Herzerl, Bierkrug (Deckel lässt sich öffnen!) und einer Brezen

Klassische Wiesnkette mit Lederbändchen und Organzaband, Herzl-Enzian-Anhänger
Braune Wiesnkette aus Leder und Organza mit bronzefarbenem Anhänger und Perlen
Ebenfalls Wiesnkette aus Leder und Organza mit silberfarbenen Dirndlanhänger, befestigt an Collierschlaufe
Klassisches Kropfband mit schwarzen Samtband und Herzerl-Enzian-Anhänger mit Perle
Kunstlederkordel mit Collierschlaufe, Perlen und Kukucksuhr, für und an meiner Schwester
Wer es etwas opulenter mag: mit einem Satinband und einer großen Kunststoffrose, mit Metallringen befestigte Brezen und Reherl-Anhänger

Ihr Lieben, lasst eurer Phantasie freien Lauf!

Ich kaufe meine Materialien am liebsten bei Dawanda. Dort gibt es ganz tolle Shops, die viel Auswahl an verschiedenstem Schmuckzubehör bieten. Einige der Wiesn-Anhänger habe ich z.B. im Trachtenladerl gekauft. Die Borte ist vom Stoffbär, die Collierschlaufen von MachDichFein. Die anderen Produkte hatte ich schon, da weiß ich nicht mehr genau woher. Diese sind aber sicher auch bei Dawada zu finden.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Basteln, liebe Madln und Buam!

Eure, Charlotte


Freitag, 27. September 2013

Kulinarische Perlen: Kürbissuppe

Wir können es nicht mehr leugnen, der Herbst steht vor der Tür. Mit riesen Schritten nähern wir uns dem Oktober, und was ist dann überall in Supermärkten und vor Haustüren zu finden...? Richtig, Kürbisse! Eigentlich mag ich Kürbisse nicht wirklich gerne, aber dieses Kürbissuppen-Rezept von meiner Tante Ans aus den Niederlanden ist so lecker, dass auch ich mal freiwillig Kürbis esse. Meine Mutter hat sich diese Woche bereit erklärt, die Suppe wieder einmal zu kochen, damit ich es für euch dokumentieren kann. Da ich die Suppe noch nie selber gemacht habe, wollte ich auf Nummer sicher gehen, und habe meiner Ma das (Ceran)Feld überlassen...

Was brauche ich?

 


1 Hokkaido-Kürbis ( = ca. 800 g reines Kürbisfruchtfleisch) | 4 TL Gemüsebrühe oder 3 Gemüsebrühwürfel | 1 große Zwiebel | 
2 TL Currypulver | etw. Pflanzenöl | 
etw. Crème fraîche | etw. Lauch

Wie mache ich es?

 


Zuerst den Kürbis gut waschen, da die Schale beim Hokkaidokürbis dran bleiben kann und mitgekocht wird.


Den Kürbis in der Mitte durchschneiden und mit einem Löffel die Kerne und Fasern herauskratzen.


Den Kürbis klein schneiden. 

Kleiner Tipp: 
Die Fasern hinterlassen ein wirklich fieses Gefühl auf der Haut. Entweder Haushaltshandschuhe anziehen oder gleich danach gut die Hände waschen. Glaubt mir, es lohnt sich! ;-)

Die Zwiebel schälen und mittels einer Reibe in dünne Ringe scheiden.

 

Öl in einen Topf geben und erhitzen.


Die Zwiebelringe im Öl anschwitzen,  das Currypulver dazugeben und umrühren.

  

Die Kürbisstücke dazugeben, mit dem Wasser auffüllen und aufkochen lassen. Dann die Gemüsebrühe einrühren.


Erneut alles aufkochen lassen. Bei geschlossenem Deckel ca. 20-25 Min. auf kleiner Flamme köcheln lassen. 
Ab und zu umrühren.



Den Lauch längs aufschneiden und unter fließendem Wasser ausspülen. So können mögliche Sandkörner und Erde zwischen den Lagen besser ausgewaschen werden. Dann die Lagen wieder zusammenlegen und feine "Halbringe" schneiden.


Den Lauch etwa 1 Min. in kochendem Wasser kurz blanchieren; das nimmt ihm die Schärfe und er ist bekömmlicher. 



Die Suppe in eine Suppenschüssel oder einen tiefen Teller geben und mit einem Klecks Crème fraîche und den Lauch-Halbringen anrichten...und genießen!



Lasst es euch schmecken, ihr Süßen!

Eure, Charlotte


Donnerstag, 19. September 2013

Kulinarische - DIY - Perlen: Lebkuchenherz

Bald heißt's wieder: O'zapft is!

Naja, zumindest hier sorgt das wieder für Ausnahmezustand bei den Verkehrsbetrieben, eine teilweise mehr als 100%ige Erhöhung von Hotelzimmerpreisen in und um München und insgesamt ticken die Uhren irgendwie etwas anders als normal.

Was mir hilft, das Verkehrschaos und die vielen Besoffenen in der Stadt - die die Wiesn eben auch mit sich bringt - zu ertragen, sind die Lebkuchenherzen, die es momentan quasi an jeder Ecke zu kaufen gibt. Leider sind die meistens auch sehr teuer und als Souvenir fast zu schade, um sie gleich wieder auf zu essen. Mein kleines Logo kennt ihr ja und es ist...ein Lebkuchenherz einer lieben Freundin direkt von der Wiesn! Also, was wäre jetzt passender als ein Lebkuchenherz-Rezept. Das Rezept basiert größtenteils auf dem Rezept von Enie, die in ihrer wundertollen Sendung "Enie backt" herzallerliebste Dinge zubereitet.

Was brauche ich?

 

125 g Butter | 250 g Honig | 100 g Zucker | 500 g Weizenmehl + etw. Mehl zum Bestäuben
1 TL Backpulver | 15 g Lebkuchengewürz | 1 EL Kakaopulver | 1 Ei

    für die Dekoration:

    2 Eiweiße | 500 g Puderzucker | etw. Zitronensaft | Lebensmittelfarben | Zuckerdekoration
    Werkzeug: Spritzbeutel mit Tüllen/Gefrierbeutel, dessen Spitzen abgeschnitten werden
       

    Wie mache ich es?

     


    Für den Teig die Butter, den Honig und den Zucker  in einen Topf geben und aufkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und komplett auskühlen lassen.




    Eine herzförmige Schablone vorbereiten, indem ihr entweder einen herzförimigen Gegenstand auf Backpapier umrandet oder eine Vorlage auf ein Backpapier abpaust. Bei Bedarf kann die Form dann frei Hand noch etwas korrigiert werden.




    Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Kakao vermischen. Dann mit dem Ei und der abgekühlten Butter-Honig-Zucker-Masse mit einem Handrührgerät zu einem glatten Teig verkneten.



    Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur rund 2 Std. ruhen lassen.

    Backofen auf 160 °C (Umluft etwas weniger) vorheizen.


    Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1,5 cm dick ausrollen.

    Mittels einer herzförmigen Schablone oder einer großen Herz-Ausstechform (oder Herz-Springform) Herzen mit einem Messer ausschneiden.  Der Teig dürfte in etwa 3 Herzen (Durchmesser: ca. 25 cm) ergeben. Eventuell noch zwei kleiner Löcher einstechen - gerne auch etwa großzügiger - da sie beim Backvorgang ohnehin wieder etwas kleiner werden.

    Das Herz/die Herzen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und auf der mittleren Schiene ca. 20 Min. backen. Sie sollten nicht zu hart gebacken werden, man sollte sie noch etwas eindrücken können. Danach vom Blech nehmen und auf einem Rost erkalten lassen.

    Beachte: In heißem Zustand sind die Herzen noch sehr weich und empfindlich, sobald sie aber erkalten, werden sie automatisch auch fester!

    Zur Dekoration:



    Zwei Eiweiße in einer sauberen Schüssel leicht aufschlagen. Nach und nach den Puderzucker in die Masse sieben und weiter rühren. Abschließend noch 1 - 2 TL frischen Zitronensaft zur Menge geben und verrühren. Eventuell mit Lebensmittelfarben einfärben.



    So habe ich es gemacht, letztlich müsst ihr aber entscheiden, wie ihr es am liebsten mögt:


    Ich habe mit der Schrift begonnen. Grund hiefür war meine Befürchtung, dass ich beim Schreiben versehentlich mit der Hand oder der Spritztülle in die Rand-Dekoration geraten könnte. Mit einer glatten Lochtülle  habe ich dann erstmal meinen Text ein weißer Farbe geschrieben und kleine Klekse als Kit für die Zuckerdekoration auf die Herzen gegeben, anschließend die Zuckerblumen angebracht.

    Für die Randdeko habe ich mich für eine Sterntülle entschieden, ihr könnt aber auch weiterhin eine Lochtülle (oder eben einen abgeschnittenen Gefrierbeutel) verwenden. Mit blauer Lebensmittelfarbe wurde ein Teil des Zuckergusses eingefärbt.  Jeweils etwas weißen Zuckerguss und daneben blauen Zuckerguss in die Spritztüte geben, das sollte dann zu einem doppelfarbigen Rand führen. Bei mir war er letztlich eher marmoriert... :-)


    Wenn ihr euer Herz verschenken wollt (was für ein passender Ausdruck...),  könnt ihr durch die vorher präparierten Löcher noch ein Geschenkband ziehen und das Herz in Frischhaltefolie einpacken. Da meine nicht das Haus verlassen werden, hab ich darauf verzichtet ;-)



    In diesem Sinne, auf eine friedliche Wiesn!

    Servus,
    Eure Charlotte


     

    Montag, 16. September 2013

    GartenPerlen: Himbeeren

    Ich bin keine besonders gute Gärtnerin. Normalerweise stört mich diese Begebenheit nicht wirklich, aber wenn ich im Frühjahr und Sommer mitbekomme, wie viel man aus einem Garten im wahrsten Sinne des Wortes herausbekommen kann, wenn man ein bisschen Geschick und Disziplin an den Tag legt, ärgert mich diese nicht vorhandene Eigenschaft irgendwie schon. Obst und Gemüse wächst in unserem Garten momentan zuhauf. Was aber tun, wenn man mit dem Trick "Strauch - Hand - Mund" irgendwann nicht mehr hinterherkommt, den tierischen Untermietern im Garten das Feld aber nicht gänzlich überlassen will? Genau, das ganze Zeug muss irgendwie verarbeitet werden!

    Zwei Methoden, mit denen wir den Sommer in Gläser packen, will ich euch heute vorstellen:

    Himbeerlikör

     

    Was brauche ich?

    • 1,5  kg Himbeeren
    • 500g braunen Kandiszucker
    • 700 ml Weinbrand
    • 1 Vanilleschote 

    • ein etwa 2,5 l fassendes sauberes Gefäß 
    • saubere Flaschen zum Abfüllen 
    • Trichter; Suppenkelle; feines Sieb oder Küchentuch

    Wie mache ich es?

     

    Das Gefäß zunächst mit kochendem Wasser ausspülen, abtropfen und wieder abkühlen lassen.


    Die Vanilleschote mit einem Messer oder einer Schere in kleine Stücke schneiden, evtl. noch einschneiden und etwas Mark herauskratzen.






    Dann die Himbeeren, die Vanillestückchen und das Mark und den Kandiszucker in das Gefäß geben. Das Ganze dann mit Weinbrand aufgießen.







    Mit dem Deckel gut verschließen. An einem dunklen Ort (z.B. im Keller, Abstellkammer) ca. 6 Monate ziehen lassen. Ca. jeden Monat das Glas einmal durchschütteln. Sollte der Deckel nicht ganz schließen, lieber mit einem Küchenlöffel das Ganze umrühren, so dass alle Beeren gleichermaßen mal im Weinbrand in den 6 Monaten gebadet haben.









    Den Likör durch einen sehr feines Sieb oder ein Küchentuch in eine große Schüssel abfüllen, das Sieb abtropfen bzw. das Küchentuch gut ausdrücken. Dann mittels Suppenkelle und Trichter in saubere Flaschen abfüllen.


    Himbeermarmelade

     

    Was brauche ich?

     

    Für Gelierzucker mit dem Verhältnis 1:1 gilt:
    Die gleiche Menge Zucker auf die gleiche Menge Obst.

    für etwa 6 Gläser:

    • 1 kg Himbeeren
    • 1 kg Gelierzucker (Typ 1:1) 

    • saubere Marmeladengläser
    • Trichter; Suppenkelle

    Man kann natürlich auch anderen Gelierzucker nehmen, allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Marmelade nach einer gewissen Zeit schlecht wird und schimmelt, beim Typ 1:1 wesentlich kleiner ist. Daher lohnt  es sich - auch wenn die Marmelade letztlich mehr Zucker enthält - diese Variante zu nehmen.

    Da das hier eher das Grundrezept einer Himbeeremarmelade ist, kann man nach Belieben das Ganze natürlich noch verfeinern. Anbieten würde sich hier beispielsweise eine Vanilleschote (zerkleinert) oder ein wenig Himbeergeist.


    Wie mache ich es?

     

    Die bereits sauberen Marmeladengläser und Deckel mit kochendem Wasser ausspülen, um sicherzustellen, dass sie wirklich komplett gereinigt sind. Auf dem Kopf auf ein Küchentuch stellen, um sie abtropfen zu lassen. 


    Zucker und Himbeeren in einem großen Topf mischen und erhitzen. So lange rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Unter weiterem Rühren aufkochen lassen. Wenn es die Masse kocht, auf niedriger Hitze 3 Min. rührend weiterkochen lassen.





    Dann mit einer kleiner Suppenkelle und mit Hilfe eines Trichters die heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Dabei möglichst bis knapp unter dem Rand auffüllen, so dass nur noch wenig Luft zwischen Marmelade und Deckel besteht (siehe Bild).





    Die Gläser fest zuschrauben und auf dem Küchentuch auskühlen lassen. Das untrügliche Zeichen, dass eure Gläser nun wirklich gut verschlossen sind, ist das "Plop!", das nach einiger Zeit von den Deckeln zu hören ist. Wenn alle Deckel "geplopt" sind, könnt ihr sicher sein, dass die Gläser auch gut luftdicht verschlossen sind.



    Die wunderschönen Etiketten findet ihr auf dem Blog von White City Style.

    Viel Spaß beim Einfangen der letzten Sommerstrahlen

    wünscht euch,

    Eure Charlotte